Stand dieser Seite8. September 2026
NEXT STEP ist ein geplantes Verbundprojekt der frühen Extremismusprävention in Bayern, Hamburg und Sachsen. Am 31. August 2026 haben wir die Interessenbekundung für den Förderzeitraum 2027–2030 im Bundesprogramm „Demokratie leben!“ eingereicht – Programmebene Bund, Themenfeld islamistischer Extremismus.
Identität stärken. Demokratie leben.
Dialogräume öffnen, digitale Manipulation erkennen, junge Menschen handlungsfähig machen.
Vier Schritte sind gegangen oder stehen an. Die Förderentscheidung liegt beim Fördermittelgeber.
Die inhaltliche Konzeption ist zwischen allen Partnern abgestimmt und liegt in der Fassung v3 fest: Dialogwerkstätten, digitale Medienbildung, Peer-Education und Fachkräftequalifizierung.
Dialog und Bildung e.V., EHIL e.V. und das Sächsische Bildungszentrum e.V. haben ihren gemeinsamen Willen zur Zusammenarbeit im Fall einer Bewilligung schriftlich festgehalten.
Die Interessenbekundung für den Förderzeitraum ab 2027 ist fristgerecht eingereicht. Beigefügt sind Projektskizze, fachliche Stellungnahmen und der Verbundfinanzplan 2027–2030.
Über eine Förderung ist noch nicht entschieden. Vorgesehener Projektzeitraum bei Bewilligung: 1. Januar 2027 bis 31. Dezember 2030.
Radikalisierung beginnt selten mit einer Ideologie. Sie beginnt oft mit einer offenen Frage: Wo gehöre ich hin? Warum zählt meine Erfahrung nicht? Wer erklärt mir diese widersprüchliche Welt?
Genau in diesem frühen, noch offenen Moment setzt NEXT STEP an. Das Projekt begegnet Jugendlichen ab 16 Jahren und jungen Erwachsenen bis 27 Jahren nicht als Verdachtsgruppe, sondern als Mitgestaltenden. Es schafft Räume, in denen Unsicherheit ausgesprochen werden darf, ohne dass menschenfeindliche oder demokratiefeindliche Deutungen unwidersprochen bleiben.
Parallel werden Fachkräfte aus Jugendhilfe, Jugendarbeit und Bildung qualifiziert, damit Reaktionskompetenz und geklärte Weiterleitungswege dort entstehen, wo junge Menschen ohnehin sind.
Was NEXT STEP nicht ist. Das Projekt ist frühe pädagogische Prävention. Es nimmt keine Gefährdungsbewertung vor und leistet keine Einzelfallberatung oder Ausstiegsbegleitung. Bei konkretem Unterstützungsbedarf vermitteln wir an qualifizierte Fachstellen weiter.
Drei Träger in drei Bundesländern erproben dieselben Kernmodule unter unterschiedlichen regionalen Bedingungen und übersetzen die Unterschiede in übertragbare Standards.
Nürnberg · antragstellende Organisation
Antragstellung und Verbundkoordination, Qualitätsmanagement, Modulentwicklung sowie Umsetzung im Raum Nürnberg.
Hamburg-Harburg · Verbundpartner
Lokale Zielgruppenzugänge, Umsetzung, Netzwerkbildung und fachliche Impulse in der Metropolregion.
Leipzig · Verbundpartner
Regionale Erprobung sowie Partnerschaften mit Regelstrukturen und Transferstellen im ostdeutschen Kontext.
Für Erprobung, Vernetzung und Transfer arbeitet NEXT STEP mit weiteren gemeinnützigen Trägern zusammen:
Den Handlungsbedarf in den drei Projektländern bestätigen drei unabhängig eingeholte fachliche Stellungnahmen. Sie befürworten das Vorhaben und heben den niedrigschwelligen, diskriminierungssensiblen Ansatz sowie den geplanten Transfer in Regelstrukturen hervor.
Stellungnahme vom 25. August 2026
Stellungnahme vom 24. August 2026
Stellungnahme liegt vor
Planwerte aus der eingereichten Skizze. Sie werden erst mit einer Bewilligung verbindlich.
Teilnehmende in Dialog-, Medien- und Peer-Formaten
qualifizierte Peer-Multiplikator:innen
qualifizierte Fachkräfte aus Regelstrukturen
Einrichtungen erproben die Module vor Ort
Für Rückfragen zum Vorhaben, zur Zusammenarbeit und zum Verfahrensstand.
Dr. Shirin Saparova
Leitende Projektkoordinatorin NEXT STEP